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Generalversammlung 2026: Austrian Padel Union stellt Weichen für Aufnahme bei Sport Austria

Generalversammlung 2026: Austrian Padel Union stellt Weichen für Aufnahme bei Sport Austria

Die Austrian Padel Union hat im Rahmen ihrer Generalversammlung 2026 einen weiteren Schritt in der Entwicklung von Padel in Österreich gesetzt. Neben einem umfassenden Rückblick auf ein äußerst erfolgreiches Jahr 2025 standen insbesondere richtungsweisende Beschlüsse im Mittelpunkt, die den Weg für die angestrebte Aufnahme als anerkannter Sportfachverband bei Sport Austria - Österreichische Bundes-Sportorganisation ebnen sollen.

Das vergangene Jahr markierte in vielerlei Hinsicht ein Rekordjahr für die APU

Mit insgesamt 1.861 Turnieren österreichweit konnte die Anzahl der Bewerbe im Vergleich zum Vorjahr um rund 32 Prozent gesteigert werden – ein Wachstum auf ähnlich hohem Niveau wie bereits 2024. Besonders erfreulich entwickelte sich der Damenbereich mit einem Zuwachs von über 70 Prozent, während auch Mixed-Bewerbe (+27 Prozent) sowie Turniere in den Kategorien Starter (+38 Prozent), Advanced (+25 Prozent) und Expert (+15 Prozent) deutlich zulegten. Mit der Einführung der neuen Kategorie „Professional“ wurden zudem bereits 33 Turniere auf einem höheren sportlichen Niveau etabliert.

Auch strukturell und organisatorisch konnte die APU ihre Entwicklung weiter vorantreiben. Die Bundesliga wuchs auf 98 Teams mit über 800 Spielerinnen und Spielern an, während gleichzeitig die Basis des Sports kontinuierlich breiter wurde. Insgesamt sind aktuell rund 16.000 Spielerinnen und Spieler in der Rangliste erfasst. Die Zahl der Mitglieder liegt bei 133 Organisationen, inklusive Landesverbänden, und bestätigt mit einem Wachstum von rund 30 Prozent den anhaltenden Aufwärtstrend.

Parallel dazu wurde auch die Infrastruktur weiter ausgebaut. Mit 72 Standorten und insgesamt 371 Courts sowie zusätzlichen 16 Single Courts verzeichnete Padel in Österreich auch im Bereich der Anlagen ein starkes Wachstum um ein Drittel in nur einem Jahr. Niederösterreich führt weiterhin die Standortstatistik an, gefolgt von Wien, Oberösterreich und der Steiermark.

Auch im internationalen und sportlichen Bereich wurden wichtige Schritte gesetzt. Die Teilnahme an Europameisterschaft und Weltmeisterschafts-Qualifikation, der Aufbau strukturierter Nationalkader für Damen, Herren und Jugend sowie die Einführung der Position eines Sportdirektors bilden die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung im Spitzensport.

„Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt sehr klar, welches Potenzial in Padel in Österreich steckt. Wir haben es geschafft, sowohl im Breiten- als auch im Leistungssport eine starke Dynamik aufzubauen und gleichzeitig die notwendigen Strukturen für die Zukunft zu schaffen“, betont Christian Ludwig, APU Präsident.

Statutenanpassung als Grundlage für die Aufnahme bei Sport Austria

Ein zentraler Beschluss der Generalversammlung betrifft die umfassende Überarbeitung der Statuten der Austrian Padel Union. Ziel dieser Anpassungen ist es, den Verband strukturell und organisatorisch an die Anforderungen eines modernen Sportfachverbandes anzupassen und gleichzeitig die Voraussetzungen für die Aufnahme bei Sport Austria zu erfüllen.

Die Überarbeitung umfasst sowohl inhaltliche als auch strukturelle Aspekte und wurde in enger Abstimmung mit relevanten Institutionen umgesetzt. In den Prozess eingebunden waren unter anderem die Sport Austria selbst sowie Organisationen wie die NADA Austria und 100% Sport. Neben der Erhöhung der Rechtssicherheit wurde besonderer Wert auf transparente Strukturen und klare Zuständigkeiten gelegt.

Mit der nun beschlossenen Statutenanpassung ist ein wesentlicher Schritt im laufenden Aufnahmeprozess gesetzt. Eine Aufnahme würde Padel in Österreich neue Möglichkeiten in der strukturellen und finanziellen Entwicklung eröffnen.

„Die beschlossenen Anpassungen sind ein entscheidender Schritt für die Weiterentwicklung unseres Verbandes. Sie schaffen die notwendige Grundlage, um Padel nachhaltig im österreichischen Sportsystem zu verankern und den nächsten Entwicklungsschritt gemeinsam mit starken Partnern zu gehen“, so Ludwig.

Einigung mit dem Österreichischer Padelverband (ÖPV) ebnet den Weg für gemeinsame Zukunft

Neben den strukturellen Themen stand auch die zukünftige Zusammenarbeit innerhalb des österreichischen Padelsports im Fokus der Generalversammlung. Der bestehende Rechtsstreit rund um den Österreichischen Padelverband konnte im April 2026 im Rahmen eines gerichtlichen Vergleichs beigelegt werden. Die Entscheidung ist rechtskräftig und schafft Klarheit für alle Beteiligten.

In diesem Zuge wurde auch die bestehende Kooperation zwischen der APU und dem ÖPV bekräftigt. Beide Organisationen arbeiten im Rahmen eines gemeinsamen Kooperationsgremiums eng zusammen, um die Entwicklung des Sports in Österreich abgestimmt und effizient voranzutreiben. Ziel ist es, Synergien zu nutzen, Doppelstrukturen zu vermeiden und die Kräfte im Sinne des Padelsports zu bündeln.

Die personelle Verzahnung der beiden Organisationen unterstreicht diesen gemeinsamen Weg: Mit Martin Schäffl als Präsident des ÖPV und zugleich Vizepräsident der APU sowie Peter Kugler als Vizepräsident des ÖPV und Vorstandsmitglied der APU bestehen bereits enge strukturelle Verbindungen.

„Die Einigung bringt Klarheit und schafft eine stabile Basis für die Zukunft. Entscheidend ist, dass wir gemeinsam Verantwortung übernehmen und Padel in Österreich strukturiert und nachhaltig weiterentwickeln“, erklärt Martin Schäffl, Präsident ÖPV und Vizepräsident APU.

Klarer Fokus auf Wachstum und Professionalisierung

Mit den Beschlüssen der Generalversammlung 2026 setzt die Austrian Padel Union konsequent ihren eingeschlagenen Weg fort. Neben der Fortsetzung des Aufnahmeprozesses bei Sport Austria stehen für das kommende Jahr insbesondere der weitere Ausbau des Breitensports, die Integration von Padel in Ausbildungs- und Schulsysteme sowie die Professionalisierung im Trainer- und Leistungsbereich im Mittelpunkt.

Die Kombination aus starkem Wachstum, klaren Strukturen und einer abgestimmten Zusammenarbeit innerhalb des Sports schafft eine solide Grundlage für die nächsten Entwicklungsschritte und unterstreicht die zunehmende Bedeutung von Padel in Österreich.


Bericht: Christoph Kirchmair

Vor etwa 21 Stunden erstellt